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Zitate aus Quellen als Fußnoten verwenden und die Problematik der Klammern

Microsoft Word

Zitate als Fußnoten verwenden und die Problematik mit den Klammern

In diesem Artikel zeige ich euch, wie ihr die für das in Microsoft Word vorhandene Literaturverzeichnis gespeicherten Quellen ganz einfach als Fußnoten verwenden könnt.

Verwenden von Zitaten als Fußnoten

Grundsätzliches

In wissenschaftlichen Ausarbeitungen in der Schule, im Studium oder im Beruf wird oft erwartet, dass Fußnoten verwendet werden. In der Regel verweisen diese auf eine ausführliche Quellendarstellung im Literatur- oder Abbildungsverzeichnis. Microsoft Word bringt bereits eine gewisse Funktionalität mit sich, die sich in dem Reiter „Verweise“ unter der Schaltfläche „Zitat einfügen“ verbirgt. Mit dieser Funktion ist es möglich, einen (in der Regel) eindeutigen Verweis zu einer bestimmten Quelle des Literatur-/Abbildungsverzeichnisses herzustellen.

Formatvorlagen für Zitationsstile

Je nachdem, welchen Zitationsstill eure Hochschule oder Universität verlangt, könnt ihr euch den passenden Stil in dem Reiter „Verweise“ unter dem Dropdown-Menü „Formatvorlage“ auswählen. Hier werden alle gängigen Zitationsstile angeboten. Zitationsstile bewirken nicht nur eine optische Anpassung des Literatur- und Abbildungsverzeichnisses, sondern wirken sich auch auf die Darstellung von Zitaten aus.

Für fortgeschrittene Nutzer empfehle ich die Software Citavi, mit welcher es im Handumdrehen möglich ist, eigene Zitationsstile zu entwerfen und die Quellen in einem etwas größerem Umfang zu verwalten. Ein Add-In für Microsoft Word gewährleistet eine nahtlose Arbeitsweise.

Eigene Zitationsstile sind alternativ über speziell dafür ausgelegte Add-Ins zu erstellen. Eine kurze Recherche im Internet bringt euch das gewünschte Resultat.

In diesem Beitrag beschränke ich mich auf die Word-eigene Funktionalität.

Darstellungsformen

Das eingefügte Zitat sieht in der Regel – für dieses Beispiel wird die Formatvorlage „APA, 6. Auflage“ genutzt – in etwa wie folgt aus:

(Wörmer, 2015)

In dieser Form könnte man den Verweis in den Fließtext einfügen. In einer Fußnote machen sich die Klammern um den Verweis jedoch nicht sonderlich gut:

Vgl. (Wörmer, 2015)

Vielmehr möchte man eine solche Form erzeugen:

Vgl. Wörmer, 2015

Wer nun abspringt und meint, die Fußnoten ließen sich doch viel einfacher händisch eintragen, irrt und sollte über die Vorteile der integrierten Funktionalität aufgeklärt werden: Erstens generiert Word immer eindeutige Verweise in die späteren Verzeichnisse. Andererseits aktualisieren sich die Verweise automatisch beim Ändern einer Quelle. Sollte Zweiteres nicht erfolgen, könnt ihr euer gesamtes Dokument markieren und mit der Taste „F9“ alle Felder vollautomatisch aktualisieren lassen.

Lösung des Problems mit den Klammern

Anleitung

Die Lösung des Problems ist einfacher als gedacht: Jede Formatvorlage für die Zitationsstile ist in einer .Datei im XSL-Format gespeichert. Um die Klammern um die Zitate zu entfernen, gilt es also, die korrekte XSL-Datei an der korrekten Stelle entsprechend der gewünschten Änderung zu modifizieren.

Je nachdem, für welche Formatvorlage ihr euch entschieden habt, müsst ihr nun eine unterschiedliche Datei editieren. Die Datei für die Formatvorlage „APA, 6. Auflage“ besitzt den Dateinamen…

APASixthEditionOfficeOnline.xsl

…und befindet sich (Windows 10, Office 2016) unter folgendem Dateipfad:

C:\Program Files (x86)\Microsoft Office\root\Office16\Bibliography\Style

Je nach Office- und Windows-Version sowie weiteren Faktoren kann sich der Dateipfad unterscheiden, sodass auch folgender Dateipfad in Betracht gezogen werden sollte:

C:\Users\lenna\AppData\Roaming\Microsoft\Bibliography\Style

Sofern ihr euch dazu entschließt, die Datei zu suchen, werdet ihr in einigen Temp-Verzeichnissen gegebenenfalls weitere Versionen dieser Datei vorfinden. Diese könnt ihr ignorieren und ihr solltet euch auf den oben genannten Dateipfad konzentrieren.

An dieser Stelle empfiehlt es sich spätestens, alle Instanzen von Microsoft Word zu schließen.

Öffnet die Datei nun mit dem Text-Bearbeitungsprogramm eures Vertrauens. Folgend solltet ihr über die integrierte Suchfunktion eures Programmes – beispielsweise dem Texteditor – diese beiden Stellen finden:

<xsl:template name="templ_prop_OpenBracket" >

<xsl:template name="templ_prop_CloseBracket" >

In den jeweils folgenden „Abschnitten“ könnt ihr nun die Zeile auskommentieren, die mit folgenden Zeichen anfängt:

<xsl:value-of

Anschaulich wird das Auskommentieren an einem Vorher-Nachher-Beispiel:

<xsl:value-of select="/*/b:Locals/b:Local[@LCID=$_LCID]/b:General/b:OpenBracket"/>
<!--<xsl:value-of select="/*/b:Locals/b:Local[@LCID=$_LCID]/b:General/b:OpenBracket"/>-->

Anschließend müsst ihr die Datei nur noch speichern. Bitte beachte, dass du hierbei die Originaldatei überschreibst. Gegebenenfalls lohnt sich ein Backup der Originaldatei.

Nun könnt ihr in Microsoft Word euer Dokument öffnen. Die gerade getätigten Änderungen werden in der Regel noch nicht und erst nach dem Aktualisieren der entsprechenden Felder angezeigt. Dazu markiert ihr am besten das gesamte Dokument mit Strg + A und aktualisiert die Felder dann mit der Funktionstaste F9. Die Änderungen sollten nun sichtbar sein.

Problembehandlung

Gegebenenfalls kann es beim Abspeichern zu Problemen mit dem Schreibrecht kommen, sofern das Editierungs-Programm nicht als Administrator gestartet wurde. In diesem Fall könnt ihr die Date einfach an einem anderen Ort abspeichern (zum Beispiel auf dem Desktop), wo es zu keinen Einschränkungen mit den Schreibrechten kommt. Beachte hierbei, dass du das XSL-Dateiformat beim Abspeichern beibehältst. Folgend könnt ihr Datei in dem oben genannten Verzeichnis einfach per Copy & Paste ersetzen.

Wichtige Hinweise

Solltet ihr die Word-Datei nun auf einem anderen Computer öffnen, wird diese entsprechend der dortigen Konfiguration angezeigt. Hierbei handelt es sich nämlich nicht um eine Einstellung des Word-Dokuments, sondern des eigentlichen Programmes. Daher empfehle ich, die Dateien an Dritte immer als im PDF-Format weiterzugeben.

Des Weiteren kann es bei Updates von Word zu automatischen Modifikationen der bearbeiteten Datei kommen, sodass die von euch getätigten Änderungen wieder überschrieben werden und damit unwirksam werden. In diesem Fall empfehle ich euch, die Modifikation erneut durchzuführen.

2.Comments

  1. Mara
    Mai 13, 2017 / Reply

    DANKE! Das habe ich verzweifelt gesucht!

    • Mai 13, 2017

      Es freut mich, dass dir mein Artikel geholfen hat. Wenn du weitere Fragen hast, kannst du mich gerne kontaktieren.

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