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Separates Literatur- und Abbildungsverzeichnis mit Bordmitteln

Microsoft Word

Separates Literatur- und Abbildungsverzeichnis mit Bordmitteln

Bereits in der Schule und insbesondere im Studium ist das Einhalten der Formalien für das wissenschaftliche Arbeiten unabdingbar. Microsoft Word bietet von Haus aus bereits einige Funktionalitäten.

Problemanalyse

Mit diesem Artikel möchte ich euch zeigen, wie das Literaturverzeichnis mit einem kleinen Trick dazu benutzt werden kann, um Literatur- und Abbildungsverzeichnis separat darstellen zu lassen. In dem Literaturverzeichnis sollen also nur die Literaturquellen stehen, in dem Abbildungsverzeichnis nur die Bildquellen stehen – zumindest für den Leser. Dies stellt oft ein Kriterium für das wissenschaftliche Arbeiten an Universitäten dar. Wo die meisten Schülerinnen und Schüler die Bildquellen in einem solchen Fall von Hand eintragen, schummeln wir ein bisschen und sparen uns gegebenenfalls jede Menge Arbeit.

Lösungsansatz

Beim Anlegen einer neuen Quelle (Reiter „Verweise“ > Quellen verwalten > Neu) habt ihr die Möglichkeit, dieser eine bestimmte Sprache zuzuweisen. Standardmäßig sollte hier mindestens „Deutsch (Deutschland)“ vorzufinden sein. Entsprechend der ausgewählten Sprache wird die Quelle im Literaturverzeichnis später dargestellt, beispielsweise durch den Zusatz „abgerufen am“ oder durch die Formatierung des Datums.

Mit einem kleinen Trick ist es allerdings möglich, das Literaturverzeichnis nur für eine bestimmte Sprache darstellen zu lassen. Dazu kommt, dass wir uns als Deutsche glücklich schätzen können, denn unsere Nachbarn im Süden sprechen (im Literaturverzeichnis) die selbe Sprache.

Wir können für Windows nun ein zweites Eingabegebietsschema hinzufügen – in meinem Beispiel zufälligerweise „Deutsch (Österreich)“. Word übernimmt dieses nach einem Neustart des Programmes in die Auswahl der Sprachen für die Quellen. Entsprechend ist es uns nun möglich, die Literaturquellen dem Schema „Deutsch (Deutschland)“ und die Bildquellen dem Schema „Deutsch (Österreich)“ zuzuweisen und die Verzeichnisse später separat darstellen zu lassen.

Anleitung

1. Schritt: Eingabegebietsschema hinzufügen

Windows 7, 8 und 8.1

Um ein weiteres Eingabegebietsschema hinzuzufügen, navigiert ihr in die klassische Systemsteuerung. Ein Klick auf „Region und Sprache“ öffnet ein neues Fenster. Dort findet ihr den Reiter „Tastaturen und Sprache“ wieder. Hier gibt es die Möglichkeit „Tastaturen ändern“, welche ihr auswählt. Es öffnet sich ein weiteres Fenster, bei dem ihr mithilfe des Buttons „Hinzufügen“ eine neue Sprache hinzufügen könnt. In der Liste findet ihr „Deutsch (Österreich)“. Ihr öffnet den Punkt mit einem Klick auf das Pluszeichen und wählt unter „Tastatur“ die Sprache „Deutsch“ an. Bestätigen tut ihr eure Modifikationen mit „OK“ für alle drei Fenster.

Windows 10

Navigiert in der Einstellungs-App unter „Zeit und Sprache“. Dort befindet sich der Unterpunkt „Region und Sprache“. Mit dem Button „Sprache hinzufügen“ kannst du nun „Deutsch (Österreich)“ hinzufügen.

2. Schritt: Word neustarten

Solltet ihr Word noch geöffnet haben, schließt nun bitte alle eure Instanzen und öffnet Word dann erneut. Nun sollte es möglich sein, die die Sprache „Deutsch (Österreich)“ einer Quelle zuzuordnen.

3. Schritt: Quellen korrekt abspeichern

Sofern ihr bereits einige Quellen eingetragen habt, differenziert ihr nun zwischen Literatur- und Bildquellen und weist den Quellen die jeweils richtige Sprache zu. Dies ist ein wenig Arbeit, lohnt sich am Ende des Tages jedoch. Bestätigt gegebenenfalls die Frage, ob Word die Quelle auch in die „Masterliste“ bzw. in die „Aktuelle Liste“ übernehmen soll.

Habt ihr bisher noch keine Quellen eingetragen, so tut dies bitte an dieser Stelle: Die Literaturquellen speichert ihr nun wahlweise unter „Deutsch (Deutschland)“ oder „Deutsch (Österreich)“, die Bildquellen in der jeweils anderen Sprache. Schließlich möchten wir gleich den Effekt sehen. In meinem Beispiel habe ich die Literaturquellen unter „Deutsch (Deutschland)“ abgespeichert, die Bildquellen unter „Deutsch (Österreich)“.

4. Schritt: Literatur- und Abbildungsverzeichnis einfügen

Unter dem Reiter „Verweise“ gibt es nun die Option, ein Literaturverzeichnis einzufügen. Dies tut ihr bitte zwei Mal an die entsprechend korrekten Plätze eures Dokumentes, da wir am Ende sowohl ein Literaturverzeichnis als auch ein Abbildungsverzeichnis benötigen.

Zu diesem Zeitpunkt sollte in beiden Verzeichnissen exakt der gleiche Inhalt stehen.

Nun vollzieht ihr einen Rechtsklick auf das zukünftige Literaturverzeichnis und wählt die Option „Feld bearbeiten“ aus. Dort findet ihr nun Folgendes in einem Textfeld:

BIBLIOGRAPHY  \l 1031

Dieser Eintrag sagt prinzipiell aus, dass alle Quellen mit allen Sprachen des Literaturverzeichnisses angezeigt werden sollen. Microsoft hat zu den Feldfunktionen einen Artikel mit Hinweisen veröffentlicht. Beim Literaturverzeichnis möchten wir allerdings, dass Word uns an dieser Stelle nur die Quellen ausgibt, die dem Eingabegebietsschema „Deutsch (Deutschland)“ zugewiesen sind. Entsprechend wählen ersetzen wir die Zeile durch Folgendes:

BIBLIOGRAPHY  \f 1031

Bitte beachtet, dass sich nicht nur die Zahl, sondern auch der Buchstabe ändert.

Beim Abbildungsverzeichnis nehmen wir eine ähnliche Änderung vor, und zwar müssen wir hier die Zeile durch Folgende ersetzen:

BIBLIOGRAPHY \f 3079

Nun solltet ihr zwei Verzeichnisse sehen, die einen jeweils unterschiedlichen Inhalt haben und nach Literatur- und Bildquellen differenzieren.

Aktualisieren könnt ihr eure gesamten Verzeichnisse – dazu zählt auch das Inhaltsverzeichnis – im Übrigen mit der Taste „F9“, sofern diese markiert sind. Mit „Strg“ + „A“ könnt ihr alle Inhalte (bis auf Kopf- und Fußzeile) des Dokumentes markieren.

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